Das Bo Kaap Viertel – eine tolle Foto Kulisse, südafrikanische Gerichte in den vielen Restaurants und Kapstadts Geschichte. Das alles findet ihr in einem Viertel. Hellgelb, zartrot, sattes grün und himmelblau… die Fassaden im historischen Malay-Viertel von Kapstadt sind farbenfroh. Hier muss man unbedingt mal vorbei geschaut haben, wenn man vor Ort ist. Das Viertel mit den steilen Straßen wird offiziell Bo-Kaap genannt, ist aber auch unter den Namen Cape-Muslim-Quarter oder Tana-Baru bekannt und liegt zwischen den Straßen Rose, Wale, Chiappini und Shortmarket und liegt so zwischen dem Stadtzentrum und dem Hang des Signal Hills.
Was kann man im Bo Kaap Viertel machen und sehen?
Sehen und über die Geschichte lernen könnt ihr hier einiges. Aber falls ihr das Bo Kaap Viertel mitten am Tag besucht, könnt ihr hier erstmal sehr gut zu Mittag essen. Es gibt köstliches Essen in den vielen Restaurants im Viertel. Empfehlen kann ich „Breyani“, ein herzhaftes Reisgericht. Dies gibt es in so gut wie jedem Restaurant und es ist ein traditionell afrikanisches Gericht.
Wieso heißt das Viertel Bo Kaap oder Malaien Viertel?
Der offizielle Name des Viertels ist übrigens Bo-Kaap. Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Viertel von den ehemaligen Sklaven, die ursprünglich aus Indonesien, Sri Lanka, Indien und Malaysia kamen und von der Holländischen-Ostindischen Handelskompanie verschleppt wurden, besiedelt. Die Nachfahren sind Kap-Malaien oder Kap-Muslime. Dies kommt daher, weil ihre Vorfahren malayisch gesprochen haben, was im 17. Jahrhundert eine Handelssprache dort war.
Gibt es besondere Ereignisse oder Events im Malaien Viertel?
Ein Tipp für Reisende, die am 2. Januar in Kapstadt sind. Jedes Jahres feiern die Kapmalaien an diesem Tag eine große Straßenparty. Genannt wird das Event „Coon-Carnival“. Tausende Menschen ziehen dann in farbenfrohen Kostümen, tanzend und mit lauter Musik untermalt durch die Innenstadt des Viertels. An diesem Tag wurde ursprünglich von den Sklaven der einzige freie Tag im Jahr gefeiert.
Die farbigen Häuser leuchten gerade zu in der Sonne Kapstadts. Das lässt dieses Viertel so besonders aussehen und ist natürlich auch ein toller Foto Spot. Die überwiegend muslimischen Einheimischen, die dort wohnen, sind längst gewohnt, dass ihre Häuser fotografiert werden. Nehmt trotzdem Rücksicht auf die Anwohner, wenn sie selber vor ihren Häusern sitzen oder aus der Tür kommen. Nicht jeder mag es auf den Fotos zu sehen zu sein. Meistens kann man sich einfach verständigen und viele haben nichts dagegen. Nicht selten könnt ihr im Bo Kaap professionelle Foto Shootings beobachten. Wir waren selber für ein Parfum Kampagnen Shooting dort. Der Fotograf der Kampagne erzählte uns, dass dieses Viertel eines der am meisten fotografierten Orte in ganz Kapstadt sei.
Das Museum und Moscheen im Bo Kaap Viertel
Möchtet ihr mehr über das Viertel erfahren, dann schaut im Museum vorbei. Das Bo-Kaap Museum findet ihr in der 71 Wale Street. Das kleine Museum präsentiert das Familienleben der Moslems des Viertels ab dem späten 18. Jahrhundert. Über die Telefonnummer kann man beim Museum anrufen: 021/243 846. Die Öffnungszeiten sind in der Regel: Dienstag bis Samstag von 9:30 bis 16:30 Uhr
Das älteste Haus in seinem Ursprungszustand ist genau dieses Bo-Kaap Museum aus den 1760er Jahren. In dem Viertel wurde außerdem die 1794 die Auwal-Moschee in der Dorp Street errichtet. Es war die erste Moschee Südafrikas. Inzwischen gibt es allein in dem Malaien Viertel 10 Moscheen.